Warenzustellung am selben Tag – Same Day Delivery auf dem Vormarsch

Online bestellen und am besten noch abends erhalten – das sind die Standards, die sich viele Kunden heutzutage wünschen. Die Zustellung innerhalb eines Kalendartags („Same Day Delivery“) ist vor allem in Städten im Vormarsch. Online-Einkaufen wird sozusagen mit der Produktverfügbarkeit des stationären Handels verknüpft.

Same Day Delivery – Was tut sich auf dem Segment?

Überwiegend trauen sich bisher nur Marktführer (z.B. Amazon, Ebay) oder Elektronik-Einzelhändler (z.B. Saturn und Mediamarkt) an das Logistik-Konzept „Same Day Delivery“ heran. Allerdings bieten immer mehr Kurierdienste Lieferungen am selben Tag für eine Vielzahl städtischer Einzelhändler an: Bestellungen vom Blumenläden, Apotheken, Sportgeschäft, Greisslerei etc. können innerhalb weniger Stunden beim Kunden sein.

Atalanda beispielsweise setzt auf „Same Day Delivery“ vom lokalen Händler zum Kunden und kreiert dadurch den lokalen Marktplatz auf der gemeinsamen Webseite. Atalogics ist die Logistiklösung im Hintergrund, welche die Aufträge zu den Kurieren delegiert. Atalanda gibt es bereits in einigen deutschsprachigen Städten mit dem klaren Ziel die Menschen hinter der Ladentheke in den Mittelpunkt zu rücken, um somit einen persönlichen Akzent zu setzen.

Liefery, die eine Zulieferung innerhalb von 90 Minuten bewerben, möchten sich auch auf dem Markt der „Same-Day-Delivery“ etablieren. Die Zahlen sprechen dafür: Liefery ist bereits in 50 deutschsprachigen Städten aktiv. Im Unterschied zu Atalanda werden Händler selbst nicht auf der Plattform beworben, vielmehr ist Liefery ein Kooperationspartner größerer Player wie Sportcheck oder Media Markt. Die Kunden haben die Wahl zwischen zwei Zeitfenstern am Abend. Somit ist nicht nur die Lieferung am gleichen Tag kundenfreundlich, es wird auch auf den persönlichen Tagesablauf eingegangen und vermieden, dass der Kunde nicht zuhause anzutreffen ist. Ein umweltfreundlicher Transport (z.B. Fahrrad, E-Fahrzeug) steht allerdings nicht im Fokus und erfolgt meist mit Privat-PKW der Kuriere.

Essenzustellung dagegen wird zunehmend durch umweltfreundliche Verkehrsmittel übernommen. Radfahrer mit pinken Boxen auf dem Rücken oder am Rad prägen zunehmend das Stadtbild in Wien. Die Rede ist von Foodora: Lieferanten stellen Essen von Restaurants zu, die keinen eigenen Lieferservice anbieten. Die Zustellung ist umweltfreundlich und schnell, der Kurier muss allerdings mit eigenem Fahrrad unterwegs sein und es stellt sich die Frage, wie viel dem Kurier am Ende des Tages in seinem Geldbörserl bleibt.

„Rita bringt’s“ stellt nicht nur mit Lastenrädern zu, sondern kocht auch noch selbst die vegetarischen, biologische Gerichte. Die Sichtbarkeit im Stadtraum als Teil des Konzepts ist wichtig: Jeder kennt nun die pinken Boxen von Foodora oder die grünen Lastenräder von Rita bringt’s.

Briiings bringt das Lokale nach Hause

Produkte von Grazer Einzelhändler direkt zu Ihnen nach Hause – umweltfreundlich mit dem Fahrrad und das innerhalb eines Tages? Dahinter steckt die Logistik von Fuhrwerk sowie ein Team aus Kreativen und Forschern, die sich zum Ziel gemacht haben der Grazer Innenstadt mit einem neuartigen Liefer-Konzept mehr Schwung zu verleihen. Lokale Innenstadthändler bekommen dadurch einen neuen Absatz-Kanal und der Kunde eine zuverlässige Zustellung.

Die ersten Testfahrten sind im Dezember 2016 geplant, aber bis dahin gilt es noch einige Herausforderungen zu meistern. Dann heißt es aber: Briiings-Fast like a click!